{"id":88,"date":"2019-08-25T15:29:11","date_gmt":"2019-08-25T13:29:11","guid":{"rendered":"http:\/\/kunsttext.de\/kunsttext\/?p=88"},"modified":"2023-11-22T15:30:12","modified_gmt":"2023-11-22T14:30:12","slug":"sommerbrot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/sommerbrot\/","title":{"rendered":"Sommerbrot"},"content":{"rendered":"<p>Ein trockener, harter Geruch dr\u00e4ngt sich in den fr\u00fchen Morgen. Er ist f\u00fcr diese noch k\u00fchlen Stunden zu warm und zu schwer, und st\u00f6rt die sch\u00fcchterne Brise, die behutsam in den Tag einladen m\u00f6chte und sich bem\u00fcht, vorerst vergessen zu lassen, wie hei\u00df er werden wird. Das wei\u00dfe pudrige Brot, von dem er stammt, liegt schon lange, hell und stumpf, in seinem Weidenkorb, doch scheint es, als k\u00f6nnte es nicht wirklich erkalten, als verpuffe seine Frische sinnlos in der lauen Luft. Die rauhe Kruste gibt sich m\u00fcrrisch. Blass und m\u00fcde schickt sie ihre Botschaft \u00fcber die Terrassen. Es sind einsilbige Worte plumper Tr\u00e4gheit, die Magen und Geist beunruhigen. Lange hallt ihr Echo unter dem immer blaueren Himmel unheilschwer nach.<br \/>\nGegen Abend aber, wenn die fr\u00f6hlichen Kl\u00e4nge von Oliven und Langusten, Melone und Tomaten die klappernden Teller erfrischen, vers\u00f6hnt sich ein knuspriger Duft schimmernd luftiger Leichtigkeit mit der unb\u00e4ndigen Lebenslust des S\u00fcdens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein trockener, harter Geruch dr\u00e4ngt sich in den fr\u00fchen Morgen. Er ist f\u00fcr diese noch k\u00fchlen Stunden zu warm und zu schwer, und st\u00f6rt die sch\u00fcchterne Brise, die behutsam in den Tag einladen m\u00f6chte und sich bem\u00fcht, vorerst vergessen zu lassen, wie hei\u00df er werden wird. Das wei\u00dfe pudrige Brot,&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/sommerbrot\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Sommerbrot<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[3,5,12,8,9],"class_list":["post-88","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-orte-des-sommers","tag-duefte","tag-jahreszeiten","tag-martine-paulauskas","tag-sommer","tag-textminiaturen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89,"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88\/revisions\/89"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunsttext.de\/kunsttext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}