{"id":116,"date":"2019-06-20T17:46:07","date_gmt":"2019-06-20T15:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kunsttext.de\/Blog\/?p=116"},"modified":"2023-12-17T11:03:57","modified_gmt":"2023-12-17T10:03:57","slug":"plaedoyer-fuer-mehr-normalitaet-in-der-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunsttext.de\/Blog\/plaedoyer-fuer-mehr-normalitaet-in-der-kunst\/","title":{"rendered":"Pl\u00e4doyer f\u00fcr mehr Normalit\u00e4t in der Kunst"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt in meinem Blog unterschiedliche Artikel. Die meisten schreibe ich, weil es nun einmal zum heutigen Marketing geh\u00f6rt. Einige schreibe ich, um meine Arbeitsweise zu erl\u00e4utern und so potentiellen Auftraggebern zu verdeutlichen, was sie von mir erwarten d\u00fcrfen und was ich ihnen nicht anbiete; weitere, um inhaltliche Missverst\u00e4ndnisse um bestimmte Begrifflichkeiten auszur\u00e4umen. Die wenigsten sind Ausdruck eines wirklichen Mitteilungsbed\u00fcrfnisses \u2013 dieser Beitrag ist eine dieser Ausnahmen. Deshalb ist er deutlich l\u00e4nger als andere. Deshalb folgt er nicht der \u00fcblichen Struktur eines Blogposts. Manche werden ihn vielleicht provokativ, \u00fcberheblich oder gar weltfremd finden. Damit kann ich sehr gut leben: Er ist schonungslos aufrichtig.<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichte ich diesen Text als Abhandlung, tr\u00fcge er den Untertitel: \u201eVon der Schwierigkeit, in Deutschland Kunst zu leben\u201c. Er ist in der Tat das Ergebnis eines \u00fcber lange Zeit gewachsenen Unmuts, der \u00fcber Frust weit hinaus geht.<\/p>\n<p>In letzter Zeit bekam ich zuf\u00e4llig \u2013 durch Dokumentationen, eigene Recherchen und Bekanntschaften auf Twitter, die zu einem pers\u00f6nlichen Austausch per eMail f\u00fchrten \u2013 Einblick in die Selbst- und Fremdeinsch\u00e4tzung von K\u00fcnstlern in anderen L\u00e4ndern. Darunter waren japanische Kunsthandwerker und Kalligraphen, amerikanische LandArt-K\u00fcnstler, englische Aquarellmaler und einige mehr. Alle haben eins gemein: Es sind ganz normale, unkomplizierte Menschen, ohne Posen, ohne sichtbare Exzentrizit\u00e4ten. Sie kleiden sich durchschnittlich, tragen keinen flammenden Irokesenschnitt, fallen auf der Stra\u00dfe nicht auf. Ihre Kunst aber ist oft entwaffnend anr\u00fchrend, virtuos und atemberaubend.<br \/>\nDas Statement dieser K\u00fcnstler entwickelt sich auf nat\u00fcrliche, organische Weise und oft im Laufe der Zeit: aus Liebe zu ihrer Arbeit und dem aufrichtigen, leidenschaftlichen, aber zugleich durchaus unaufgeregten und bescheidenen Bed\u00fcrfnis, ihre Freude, ihre Begeisterung, ihr Anliegen zu teilen, oder aus den Antworten, die sie Menschen geben, die sich f\u00fcr ihre Werke interessieren und sie nach ihren Motivationen und Inspirationen fragen. Es ist der Versuch, das Wesen ihrer Arbeit und ihres Ansatzes im Wort zu artikulieren, der sie zu dem f\u00fchrt, was andere als Statement auffassen. Die Bewusstwerdung eines Statements entsteht durch den Dialog \u2013 w\u00e4hrend, aber vor allem nach dem Schaffensprozess und als Folge der Rezeption. Diese Nat\u00fcrlichkeit tut dem wirtschaftlichen Erfolg keinen Abbruch.<\/p>\n<p>Hier in Deutschland scheint das Gegenteil der Regelfall zu sein. Schnell bekommt man den Eindruck, dass erst eine Positionierung da sein muss, bevor sich jemand als K\u00fcnstler f\u00fchlen darf und sich zu einem solchen erkl\u00e4rt, und dass erst in einem dritten Schritt die Arbeit \u00fcberhaupt geschieht, als k\u00f6nne Kunst nicht ohne die theoretische Grundlage abstrakter Prinzipien entstehen. Je esoterischer das Statement klingt und je selbstbewusster und ichbezogener der K\u00fcnstler wirkt, um so besser. K\u00fcnstler ohne Eigenarten und Abnormalit\u00e4ten m\u00fcssen entweder alteingesessen sein, oder sie werden nicht ernstgenommen.<\/p>\n<p>Mich st\u00f6rt die Vorstellung sehr, dass ich vermutlich mehr nach meinem Statement als nach meiner Arbeit beurteilt werde. Ich m\u00f6chte nicht das Bed\u00fcrfnis anderer bedienen, in mir etwas Exotisches zu sehen. Ich tue das, was mir entspricht, aber ich muss nicht deshalb etwas Besonderes sein oder sein wollen. Meine Texte dienen dazu, Gegenst\u00e4nde, Landschaften, Augenblicke einzufangen, die ich sch\u00f6n finde. Es sind Impressionen, die ich festhalten, bewahren m\u00f6chte, weil sie eine Sch\u00f6nheit in sich tragen, die mich beeindruckt, die fl\u00fcchtig ist, von der ich mich aber nicht verabschieden m\u00f6chte. Ich versp\u00fcre den Drang, sie zu \u201eretten\u201c, ihre Zerbrechlichkeit und Verg\u00e4nglichkeit sch\u00fctzend zu umgeben, weil sie kleine Kostbarkeiten sind, die f\u00fcr immer zu verlieren zu schade w\u00e4re.<br \/>\nDeshalb rede ich von Momentaufnahmen, Portr\u00e4ts oder Aufzeichnungen. Dahinter steckt keine wie auch immer geartete intellektuelle Philosophie, kein h\u00f6herer Sinn und keine selbstverliebte \u00fcberh\u00f6hte \u00dcberzeugung. Ebenso bilde ich mir nicht ein, etwas \u201ezu sagen\u201c zu haben \u2013 geschweige denn \u201ekreativ\u201c zu sein. Wenn ich eine Geschichte erz\u00e4hle, tue ich es lediglich als Zuschauer, als Photograph. Ich kreiere nicht, ich beschreibe. Ich unterwerfe mich dem, was ich sehe, rieche, h\u00f6re, sp\u00fcre. Zuf\u00e4llig ist mein Werkzeug daf\u00fcr das Wort; Layout und Papier sind der Rahmen und die Beleuchtung dieser \u201eGem\u00e4lde\u201c.<br \/>\nMit mir haben meine Texte im Grunde nur soweit zu tun, als dass ich dem Leser meine Augen, Nase, Ohren, Finger leihe. Ich beobachte, sehe sch\u00f6ne Dinge und halte sie um ihretwillen fest. Ich habe dabei nicht das Bed\u00fcrfnis, mich auszudr\u00fccken, mich mitzuteilen oder, wie ich es in manchen Artikeln \u00fcber das K\u00fcnstlertum \u00e4rgerlicherweise immer wieder lese, etwas zu \u201eoffenbaren\u201c, was \u201eaus meiner Seele\u201c k\u00e4me, mich zu \u201eentbl\u00f6\u00dfen\u201c, etwas von mir preiszugeben. Schreiben ist f\u00fcr mich kein \u201eintimer Akt\u201c, es ist eine Technik, ein Mittel, ein Weg. Auch deshalb sehe ich mich nicht als Schriftstellerin, Dichterin oder Autorin, wie einige es unbedingt ausdr\u00fccken wollen. Mit solchen Begriffen kann ich nichts anfangen.<br \/>\nNatur, Zufall, Licht, Schatten, Farben, Kl\u00e4nge und Ger\u00fcche erschaffen Bilder und Geschichten, die zu sch\u00f6n, zu zart, zu \u00fcberw\u00e4ltigend, zu kostbar sind, um sie sich einfach aufl\u00f6sen zu lassen \u2013 auch wenn der Versuch, sie festzuhalten, immer nur unzul\u00e4nglich und unperfekt sein kann. Ich bin nur das Werkzeug der sch\u00f6nen Dinge, die uns \u2013 <span style=\"color: #cd853f;\"><a style=\"color: #cd853f;\" href=\"https:\/\/www.kunsttext.de\/Blog\/wabi-sabi-wie-ein-japanischer-ausdruck-meinen-kuenstlerischen-ansatz-erlaeutert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>zu oft unbemerkt, zu oft \u00fcbersehen<\/strong><\/a><\/span> \u2013 umgeben, und verfolge keine andere Absicht, als dazu beizutragen, sie zu zeigen und zu bewahren, damit ihre Sch\u00f6nheit nicht ganz umsonst war.<\/p>\n<p>In Deutschland geht Normalit\u00e4t in der Begegnung mit einem K\u00fcnstler oft mit Entt\u00e4uschung einher. Die Menschen erwarten seltsame, \u00fcberspannte Wesen mit unerkl\u00e4rlicher Kleidung, au\u00dfergew\u00f6hnlichen Frisuren, unberechenbarem Auftreten, sozialen Verhaltensauff\u00e4lligkeiten oder anderen Abnormit\u00e4ten irgendwelcher Art. K\u00fcnstler sind in der allgemeinen Vorstellung sonderbar, r\u00fcpelhaft, zerstreut, unordentlich, chaotisch \u2013 als m\u00fcssten Andersartigkeit und wie auch immer zur Schau getragene Genialit\u00e4t den Beweis daf\u00fcr erbringen, dass man es tats\u00e4chlich mit einem K\u00fcnstler, und vor allem mit einem glaubw\u00fcrdigen K\u00fcnstler zu tun hat.<br \/>\nMir scheint, dass gerade hier bei uns solchen Erwartungen nur zu gern entsprochen wird. Ich wei\u00df nicht, ob die K\u00fcnstler es bewusst oder unbewusst als Bringschuld empfinden, sich dem gesellschaftlichen Druck zu beugen, oder diese Auffassung von vornherein teilen und daher auch von sich selbst ein bestimmtes Bild haben, das sie wirklich gerne leben. Die Begr\u00fcndung einer wirtschaftlichen Notwendigkeit und einer Marketingstrategie bzw. der Unumg\u00e4nglichkeit einer einzigartigen und auff\u00e4lligen Positionierung als Markenbildung in Zeiten permanenter Vergleichbarkeit und internetgenerierter Konkurrenz halte ich eher f\u00fcr eine willkommene Ausrede, w\u00fcrde sie allerdings nicht gelten lassen. K\u00fcnstler <span style=\"color: #cd853f;\"><a style=\"color: #cd853f;\" href=\"https:\/\/www.sophieploeg.com\/aboutsophie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>wie Sophie Ploeg<\/strong><\/a><\/span> zeigen zur Gen\u00fcge, dass gute Arbeit und <span style=\"color: #cd853f;\"><a style=\"color: #cd853f;\" href=\"https:\/\/www.sophieploeg.com\/blog\/marketing-for-artists\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>erfolgreiches Marketing<\/strong><\/a><\/span> nicht mit verr\u00fcckten Posen einhergehen m\u00fcssen.<br \/>\nAuch dass einige K\u00fcnstler in der Vergangenheit daf\u00fcr ber\u00fchmt waren, anders zu leben und zu sein, scheint mir eher irrelevant und konstruiert. Viele gro\u00dfe K\u00fcnstler und Schriftsteller waren einfach nur flei\u00dfige Arbeiter \u2013 man denke nur an den in h\u00f6chstem Ma\u00dfe disziplinierten Thomas Mann oder den ungl\u00fccklichen und unscheinbaren Bonnard. Tats\u00e4chlich w\u00e4ren diejenigen, die durch einen unkonventionellen und betont auff\u00e4lligen Lebensstil auf sich aufmerksam gemacht haben, vermutlich auch dann extrovertierte Paradiesv\u00f6gel geworden, wenn sie sich f\u00fcr eine Laufbahn als B\u00e4cker oder Physiker entschieden h\u00e4tten. Viele sehr gute Schauspieler f\u00fchren ein solides und biederes, unaufregendes Familienleben; schnelle Autos, Drogen, Alkohol und Prostituierte geh\u00f6ren nicht schicksalhaft zur Berufsbeschreibung, und Exzentrizit\u00e4ten sollten genauso wenig mit dem Wesen von K\u00fcnstlertum verwechselt werden.<br \/>\nDie einzige und gemeinsame psychische Auff\u00e4lligkeit von gro\u00dfen K\u00fcnstlern ist ihre Besessenheit in ihrem Bem\u00fchen, ihre Arbeit so gut wie m\u00f6glich zu machen, in ihrem Willen, ihre Methoden, ihre Techniken, ihr Handwerk also, daf\u00fcr unerm\u00fcdlich zu perfektionieren, in der Unabl\u00e4ssigkeit ihrer \u00e4sthetischen Suche und in der st\u00e4ndigen Hinterfragung ihrer Ans\u00e4tze.<\/p>\n<p>Selbstbilder, die nach au\u00dfen getragen werden, haben Konsequenzen. Die Verachtung und der mitunter blanke Hass, der K\u00fcnstlern hierzulande in den wohlgesetzten Foren ber\u00fchmter Nachrichtenmagazine entgegenschlagen, ist zweifelsohne Ausdruck eines typisch deutschen Konformismus\u2019 und Materialismus\u2019 und einer zugegebenerma\u00dfen deprimierenden MINT- und Technikh\u00f6rigkeit, die unbestritten immer deutlicher und mit zunehmend verletzendem Vokabular propagiert werden \u2013 dar\u00fcber g\u00e4be es in dem Vergleich mit anderen L\u00e4ndern wie Japan, England, Italien, Frankreich, Brasilien, den USA und dem afrikanischen Kontinent ebenfalls sehr, sehr viel zu sagen, und nichts davon w\u00e4re f\u00fcr Deutschland auch nur ann\u00e4hernd schmeichelhaft. Es ist nicht zu besch\u00f6nigen. Dieses negative Bild ist aber auch zu einem Teil der Widerhall einer v\u00f6llig unn\u00f6tigen Oberfl\u00e4chlichkeit und einer krampfhaft pseudo-intellektuell unzug\u00e4nglichen Selbstdarstellung, die gerade dem Auftrag der Kunst diametral entgegenstehen und ihr Wesen verf\u00e4lschen, ja vergessen lassen.<\/p>\n<p>Etwas mehr Demut und Normalit\u00e4t w\u00fcrde der deutschen Kunstwelt nur gut tun \u2013 und sie vor allem nach einem langen Irrweg zu den Wurzeln dessen zur\u00fcckf\u00fchren, was Kunst ist: der Schutz und Ausdruck des Sch\u00f6nen. Kunst ist Suche und Arbeit. Kleine, unaufh\u00f6rliche, unsichtbare, unscheinbare, anstrengende und wenig glamour\u00f6se Arbeit. Um der Sache und der Leidenschaft willen, nicht um der Person willen. Eine ganz normale Arbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt in meinem Blog unterschiedliche Artikel. Die meisten schreibe ich, weil es nun einmal zum heutigen Marketing geh\u00f6rt. Einige schreibe ich, um meine Arbeitsweise zu erl\u00e4utern und so potentiellen Auftraggebern zu verdeutlichen, was sie von mir erwarten d\u00fcrfen und was ich ihnen nicht anbiete; weitere, um inhaltliche Missverst\u00e4ndnisse um bestimmte Begrifflichkeiten auszur\u00e4umen. Die wenigsten sind Ausdruck eines wirklichen Mitteilungsbed\u00fcrfnisses \u2013 dieser Beitrag ist eine dieser Ausnahmen. Deshalb ist er deutlich l\u00e4nger als andere. Deshalb folgt er nicht der \u00fcblichen Struktur eines Blogposts. Manche werden ihn vielleicht provokativ, \u00fcberheblich oder gar weltfremd finden. 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