{"id":110,"date":"2019-03-19T17:39:54","date_gmt":"2019-03-19T16:39:54","guid":{"rendered":"https:\/\/kunsttext.de\/Blog\/?p=110"},"modified":"2023-12-17T11:08:50","modified_gmt":"2023-12-17T10:08:50","slug":"die-neurobiologie-der-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunsttext.de\/Blog\/die-neurobiologie-der-kunst\/","title":{"rendered":"Die Neurobiologie der Kunst"},"content":{"rendered":"<p>In einem <span style=\"color: #cd853f;\"><strong>k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Artikel*<\/strong><\/span> widmete sich der Digital Marketing-Spezialist <span style=\"color: #cd853f;\"><strong>Alexander Hetzel**<\/strong><\/span> dem Widerstreben vieler K\u00fcnstler, sich in den Social Media aktiv zu vermarkten. Die an sich schl\u00fcssige \u2013 und wie immer bei ihm sehr gut geschriebene \u2013 Kolumne zeugt einerseits von einer praxisnahen Erfahrung mit der schwierigen Beziehung von Kunst und Selbstvermarktung, \u00fcbersieht und untersch\u00e4tzt dabei allerdings viele Elemente der neuronalen Struktur des K\u00fcnstlers.<\/p>\n<p><strong>Laienhafte Neurobiologie als Gedankenst\u00fctze<\/strong><br \/>\nEs ist nicht nur ein vulg\u00e4rpsychologischer Gemeinplatz und eine Ausrede: Alle Biografien werden in einem manchmal mehr, manchmal weniger bedeutenden Ma\u00dfe von kindlichen Erlebnissen gepr\u00e4gt. Jenseits der gern bem\u00fchten Traumata, der \u201eganz schlimmen\u201c oder \u201ebesonders gl\u00fccklichen\u201c Kindheit verbirgt sich eine biochemische Realit\u00e4t. Stark vereinfacht ausgedr\u00fcckt: Unser Gehirn gleicht einem gro\u00dfen, zun\u00e4chst jungfr\u00e4ulichen Areal, in dem jeder unserer Schritte Spuren hinterl\u00e4sst. Erinnerungen, praktische Fakten, Erlebnisse und Erkenntnisse bilden Stra\u00dfen, zwischen denen sich mit der Zeit Verkn\u00fcpfungen ergeben: die neuronalen Verbindungen. Diese Stra\u00dfen werden um so breiter und ausgepr\u00e4gter, je au\u00dfergew\u00f6hnlicher ein Ereignis war oder je h\u00e4ufiger es sich eingetreten hat. Deshalb sind wir in der Lage, Dinge zu lernen und aus Erfahrungen R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr unser k\u00fcnftiges Verhalten zu ziehen.<\/p>\n<p><strong>Die Entdeckung des Talents als Ma\u00dfstab sp\u00e4terer Wahrnehmung<\/strong><br \/>\nDem k\u00fcnstlerisch begabten Kind geht es hier nicht anders als anderen Kindern: Es registriert Signale und setzt sie zu einem Puzzle zusammen, aus dem es lernt. <em><strong>Was<\/strong><\/em> es lernt, ist einfach: Wenn man etwas besonders gut kann, registriert es die Au\u00dfenwelt. Dies hat nur bedingt Wert, wenn Eltern, Gro\u00dfeltern und Verwandte das Lob aussprechen, denn auch ein Kind im Grundschulalter merkt instinktiv sehr wohl den Unterschied zwischen einem aus Liebe entstandenen Zuspruch und der Anerkennung einer neutralen und kundigen Person wie Lehrer oder Fremde, auch wenn es nicht in der Lage w\u00e4re, ihn in dieser Form zu artikulieren. Gerade talentierte Kinder aber haben oft nicht einmal das Bed\u00fcrfnis, zu zeigen, was sie tun. Sie tun es f\u00fcr sich selbst und sehen darin nichts Besonderes, staunen nicht selten sogar \u00fcber das aus ihrer Sicht unerkl\u00e4rliche Interesse anderer an etwas, das sie nur als grundlose Lieblingsbesch\u00e4ftigung bezeichnen w\u00fcrden \u2013 dass es ihnen ein inneres Bed\u00fcrfnis ist, dass sie nicht anders k\u00f6nnen, verm\u00f6gen sie erst Jahre sp\u00e4ter in Worte zu fassen. Die Begeisterung anderer kann ihnen entweder unangenehm oder unverst\u00e4ndlich, seltsam oder dumm erscheinen. Ganz gleich wie unwichtig, l\u00e4stig oder peinlich ihnen das gesteigerte Interesse sein m\u00f6gen, ihr Gehirn lernt daraus vor allem eins: Wenn man etwas wirklich gut kann, und zwar ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich gut kann, wird man entdeckt, auch wenn man sich nicht darum bem\u00fcht. Wird das Talent beim kleinen Kind durch Wiederholung des Lobs oder gar durch die F\u00f6rderung durch einen Mentor, Stipendien oder Preise stetig genug in den Vordergrund ger\u00fcckt, stellt das Gehirn aus diesem Grundprinzip weitere Verbindungen her. Aus dieser gedanklichen Hauptstra\u00dfe entwickeln sich also logische Nebenstra\u00dfen: Wird meine Arbeit nicht beachtet, ohne dass ich darauf aufmerksam machen muss, ist sie nicht herausragend genug. Variante: Wer seine Arbeit zeigen muss, um beachtet zu werden, kann nicht gut sein. Und tats\u00e4chlich erleben sie auch, dass gerade diejenigen, die gerne ihre Werke zeigen, im direkten Vergleich oft nicht viel zu bieten haben und an Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung leiden.<\/p>\n<p><strong>Folgen f\u00fcr die sp\u00e4tere Selbstwahrnehmung<\/strong><br \/>\nK\u00fcnstler sollen zu Selbstzerfleischung und Selbstzweifeln neigen, und dies wird oft als Ergebnis einer \u00fcberempfindlichen, sprich nicht ganz gesunden Psyche aufgefasst, ohne die Kreativit\u00e4t wohl nicht m\u00f6glich sei. Das Gegenteil ist der Fall. Begabung und Berufung haben f\u00fcr das Kind keinerlei Bedeutung und es sucht nicht nach der Anerkennung, die ihm zuteil wird. Sie kommt zun\u00e4chst auf es zu, w\u00e4hrend es ohne Hintergedanken oder Ziele das tut, was ihm von Natur aus Spa\u00df macht und seinem Wesen entspricht. Es w\u00e4re ebenso falsch zu denken, dass K\u00fcnstler von Geburt an Narzissten sind, die nur aus der Bewunderung anderer zu zehren in der Lage sind und lobheischend durch die Gegend rennen. Das Verlangen nach der Entdeckung ohne eigenes Zutun ist kein Hunger eines instabilen und leicht zu kr\u00e4nkenden Selbstbewusstseins, sondern ein durch Erfahrung erlerntes Werkzeug zur Messung der Qualit\u00e4t der eigenen Arbeit und der Erf\u00fcllung der eigenen h\u00f6chsten Anspr\u00fcche. Es geht um die Angst, die eigenen Ma\u00dfst\u00e4be nicht mehr zu erf\u00fcllen, der eigenen Begabung nicht mehr gerecht zu sein, nicht um Best\u00e4tigung um der Best\u00e4tigung willen.<\/p>\n<p><strong>Forschung ist immer ewige Jugend<\/strong><br \/>\nDass K\u00fcnstler darauf warten, entdeckt zu werden, ist also das Ergebnis eines konstanten Lernprozesses des Gehirns in einer besonders pr\u00e4genden kindlichen Phase, das dadurch verst\u00e4rkt und zementiert wird, dass sich im Studienalter die Geschichte fortsetzt und die entsprechenden neuronalen Verbindungen immer kr\u00e4ftiger werden. Gerade aber weil Kunst ein Bereich ist, in dem die verbissene Suche nach Fortschritten und st\u00e4ndiger Steigerung Inhalt der t\u00e4glichen Arbeit ist, gibt es f\u00fcr den K\u00fcnstler beim \u00dcbergang in die Beruflichkeit keinen radikalen Schnitt, wie es in anderen Branchen der Fall ist, in denen Studium und Praxis nichts mehr gemein haben und eine ganz andere Welt mit neuen Richtwerten betreten wird. Ein Umdenken und die damit verbundene Entstehung neuer neuronaler Bahnen bleiben daher aus. Der K\u00fcnstler ist sein Leben lang der junge Mensch, der nach der Kunst, wie er sie anstrebt, d\u00fcrstet.<br \/>\nDiese ewige Jugend ist nicht ein Makel der Kunst, sie betrifft auch die gesamte akademische wissenschaftliche Forschung und sie ist das, was Kreativit\u00e4t ausmacht: der unverf\u00e4lschte Blick, das unstillbare Sehnen. Der Unterschied ist, dass der K\u00fcnstler frei und seine Arbeit nicht durch eine beamtliche Struktur gesch\u00fctzt und entlohnt wird.<\/p>\n<p><strong>Beruf und Berufung<\/strong><br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich steht es jedem Menschen zu, im Alter alte neuronale Verbindungen zu kappen und neue herzustellen. Verhaltenstherapie und Hypnose oder schlichtweg Selbst\u00fcberwindung und Selbstdisziplin sind hier zweifelsohne hilfreich. Aber ist der k\u00fcnstlerische Ansatz eine Krankheit, die wie eine Angst- oder Essst\u00f6rung behandelt werden sollte? Den K\u00fcnstler zu zwingen, sich f\u00fcr Marketing zu interessieren, w\u00fcrde dieser Behauptung gleichkommen.<br \/>\nAlexander Hetzel setzt in seiner Kolumne professionelles K\u00fcnstlertum mit bezahlter Arbeit gleich, stellt die Berufung dem Beruf gegen\u00fcber und fordert K\u00fcnstler auf, umzudenken, sich professionell zu verhalten, die Prinzipienreiterei aufzugeben und keine M\u00f6glichkeiten der Selbstvermarktung \u2013 die er als \u201eneuen Realismus\u201c bezeichnet \u2013 f\u00fcr sich auszuschlie\u00dfen. Auch wenn er es nicht ganz so provokativ formuliert, soll der K\u00fcnstler im Grunde genommen erwachsen werden, sich endlich mit der Realit\u00e4t abfinden und den Elfenbeinturm verlassen. Damit steht der Kolumnist nicht alleine da, wie zahlreiche Kommentare auf Artikel zum Thema Kunst in verschiedenen deutschen Online-Magazinen zeigen.<br \/>\nDieser Antagonismus ist zeitgeisttypisch, erschreckend entlarvend und aus meiner Sicht zutiefst deprimierend.<br \/>\nZum einen setzt diese Aussage voraus, dass es kein Berufsethos geben kann und nur die Berufung ethische Ma\u00dfst\u00e4be und qualitative Anspr\u00fcche an sich selbst kennen kann. Moral, Idealismus und Selbsttreue werden zu naivem Kinderkram degradiert, der keinen Wert f\u00fcr unsere Gesellschaft hat.<br \/>\nZum anderen verkennt sie, was Kunst ist. Kunst ist eben nicht, wie Alexander Hetzel es sieht, was \u201eder Markt als Kunst definiert\u201c. Kunst ist durchaus die Meisterschaft des Handwerks, doch gepaart mit einer <span style=\"color: #cd853f;\"><strong><a style=\"color: #cd853f;\" href=\"https:\/\/www.kunsttext.de\">\u00e4sthetisch-theoretischen Zielsetzung<\/a><\/strong><\/span>. Und das ist sie, ob sie Geld bringt oder nicht. Ein Leuchturmw\u00e4rter kann eben nur in H\u00f6he und Abgeschiedenheit seine Arbeit gut verrichten. Mischt er sich unter die Dorfbev\u00f6lkerung am Boden, macht er seinen Job schlecht, d.h. gar nicht.<\/p>\n<p><strong>Erfolg in der Kunst: Missverst\u00e4ndnisse &amp; Wortklaubereien<\/strong><br \/>\nK\u00fcnstler m\u00f6chten entdeckt werden und nat\u00fcrlich von ihren Werken leben k\u00f6nnen. Missverstanden wird allerdings, was dieser Wunsch beinhaltet.<br \/>\nF\u00fcr ihre Kunst m\u00f6chten sie alles tun. Es bedeutet im Umkehrschluss, dass sie diese um jeden Preis sch\u00fctzen wollen. Reputation wird jedoch nicht zuletzt durch den Umgang bestimmt. \u201eGleich und gleich gesellt sich gern\u201c, hei\u00dft es schon im Volksmund, und es erscheint ihnen doch recht zweifelhaft, ob es zweckf\u00fchrend ist, sich neben Fotos von dampfenden Eint\u00f6pfen, K\u00e4tzchen und selbstgestrickten M\u00fctzen vorzustellen. Mit Arroganz hat es nichts zu tun, sondern ist eher als gesundes kaufm\u00e4nnisches Gesp\u00fcr zu sehen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass echte niveauvolle Kunst auf solchen Plattformen \u00fcberhaupt gesehen, beachtet und verstanden wird, ist angesichts der Publikumsqualit\u00e4t eher gering. F\u00fcr K\u00fcnstler mit einem etwas zug\u00e4nglicheren Anspruch indes eignen sie sich perfekt. Kunst ist keine B2C-Massenware, und so hinkt die Behauptung, digitale Massenmedien seien das Allzweckmittel, doch gewaltig. Erfolg ist nicht, um jeden Preis zu verkaufen, sondern von den richtigen Leuten gesch\u00e4tzt und gekauft zu werden.<br \/>\nNeben der neuronalen Konditionierung, die die mahnende Gleichung der unangeforderten Anerkennung als unabdingbare Bedingung f\u00fcr die Zerstreuung von Selbstzweifeln und die qualitative Best\u00e4tigung der Sinnhaftigkeit des eigenen Schaffens an die Wand malt, ist der finanzielle Erfolg kein eigenst\u00e4ndiges Ziel. Vielmehr erkauft Geld ohne den l\u00e4stigen und behindernden Umweg \u00fcber Brotjobs Zeit, Freiheit und Entfaltungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr die Kunst selbst.<\/p>\n<p><strong>Kunst ist anstrengend<\/strong><br \/>\nGanz allgemein wird in den deutschen Medien in den letzten Jahren immer wieder betont, dass K\u00fcnstler im Grunde zu bequem oder zu eingebildet seien, sich einen \u201erichtigen\u201c Job zu suchen, und auch nur sehr widerstrebend Ma\u00dfnahmen ergriffen, um Geld zu verdienen. Alexander Hetzel geht in seiner Kolumne zwar nicht diesen Weg, aber seine Forderung, K\u00fcnstler sollten sich gef\u00e4lligst mit Marketing besch\u00e4ftigen, zeugt von einer \u00e4hnlichen Denkart: Der K\u00fcnstler kann verkaufen, wenn er nur will, sich damit aktiv auseinandersetzt und sich ganz einfach bem\u00fcht.<br \/>\nHier wird \u00fcbersehen, wie k\u00fcnstlerisches Schaffen funktioniert. Die Konzentration, die hierbei erforderlich ist, ist durchaus mit derjenigen zu vergleichen, die einem Neurochirurgen abverlangt wird \u2013 mit dem gravierenden Unterschied, dass der Arzt selbst nach einer langen Operation irgendwann Feierabend hat, sich abl\u00f6sen lassen, abschalten und sich regenerieren kann, und der K\u00fcnstler 24 Stunden am Tag in dieser Anspannung lebt. K\u00fcnstlerische Arbeit \u2013 und sei sie noch so selbstgew\u00e4hlt (wor\u00fcber noch viel zu sagen w\u00e4re) \u2013 ist keine entspannende Freizeitbesch\u00e4ftigung, sondern eine zerm\u00fcrbende und ersch\u00f6pfende Auseinandersetzung mit Sinnen, Gedanken und Materialien. Energie ist wie Zeit aber f\u00fcr jeden Menschen ein begrenztes Gut, und wer sich ganz und gar und ernsthaft dem widmen will, hat keine zu verschenken und in noch mehr schn\u00f6de fremde Aufgaben zu investieren.<\/p>\n<p><strong>Und sie haben doch recht!<\/strong><br \/>\nWer s\u00fcchtig ist, sucht die Unterst\u00fctzung einer Selbsthilfegruppe, um den Alltag zu meistern und sich von seinen ungesunden Gewohnheiten und Mustern dauerhaft fernzuhalten. Wer psychisch krank ist, unterzieht sich einer Therapie. Wer nichts von Pflanzen versteht, kauft seinen Salat im Supermarkt oder \u00fcberl\u00e4sst die Pflege seiner Rosen einem professionellen G\u00e4rtner. Wer keine Zeit hat, Geschenke zu besorgen, greift heutzutage auf einen Personalshopper zur\u00fcck. Wer einen guten Eindruck in der Chefetage machen will, l\u00e4sst sich seine Anz\u00fcge von jemandem, der das gelernt hat, ma\u00dfschneidern.<br \/>\nWer nichts vom Verkaufen versteht und sich lieber einer intellektuellen und kreativen T\u00e4tigkeit widmet, weil er das nun mal am besten kann, weil es nun mal sein Weg ist, hat das gute Recht, auf die Dienste einer Galerie oder eines Vermarkters zu setzen. Wenn, wie Alexander Hetzel es neulich auf Twitter bedauerte, nur sehr wenige aufstrebende K\u00fcnstler, die diesen Namen verdienen, auf Instagram vertreten sind, dann liegt die Schuld nicht an ihnen. Es w\u00e4re Aufgabe von Galerien und Agenten, sie umfassend in den Social Media zu promoten, anstatt auf die einzige eigene Homepage zu vertrauen. Und es w\u00e4re Aufgabe der Mentoren, diese Galerien und Agenten rechtzeitig zu vermitteln. Dass die Hemmschwelle f\u00fcr die professionellen Kunstverk\u00e4ufer hoch ist, ihre Sch\u00fctzlinge auf Facebook &amp; Co zu profilieren, liegt weniger an D\u00fcnkel und Profitdenken. Es hat mit dem erb\u00e4rmlichen Ruf solcher Plattformen bei den entsprechenden existierenden und potenziellen Zielgruppen sowie mit einer gro\u00dfen Unsicherheit in Sachen Kontrollierbarkeit, Urheberrechten und juristischer Verletzlichkeit zu tun. Hier m\u00fcssten sie, die Verk\u00e4ufer, aktiv werden, sich informieren und anpassen.<\/p>\n<p>K\u00fcnstler sollten sich aus vielen Gr\u00fcnden nicht selbst vermarkten. Es entspricht nicht ihrer neuronalen Struktur und dem, was sie sind, und es gibt f\u00fcr sie keinerlei wie auch immer geartete Verpflichtung, etwas zu lernen, was ihrem Wesen derart fremd ist. Vielmehr sollten Galerien und Agenten die Aufgabe der K\u00fcnstlervermarktung neu erfinden und daf\u00fcr sorgen, dass der K\u00fcnstler frei und unbeschwert seiner Berufung nachgehen kann.<\/p>\n<p class=\"important\"><em>Ganz herzlichen Dank an Alexander Hetzel, der mir erlaubt hat, hier seinen Artikel zu verlinken, und somit die Ver\u00f6ffentlichung dieses Pl\u00e4doyers \u00fcberhaupt m\u00f6glich gemacht hat. Unser Austausch ist mir immer eine Freude.<\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #cd853f;\">*Nachtrag 2023: Der Artikel ist online nicht mehr zu finden.<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #cd853f;\">** Die Website von Alexander Hetzel ist ebenfalls nicht mehr online.<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Artikel* widmete sich der Digital Marketing-Spezialist Alexander Hetzel** dem Widerstreben vieler K\u00fcnstler, sich in den Social Media aktiv zu vermarkten. 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